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Gewerkschaft NGG rät Beschäftigten im Kreis Rendsburg-Eckernförde zum „Urlaubsgeld-Check“

Written by on 7. Juni 2022

 

Für viele erster Sommerurlaub
nach zweieinhalb Jahren Pandemie

 

Gewerkschaft NGG rät Beschäftigten
im Kreis Rendsburg-
Eckernförde
zum „Urlaubsgeld
Check“

 

Nach fast zweieinhalb Jahren Pandemie steht für viele Menschen die erste
längere Auszeit an – ein zusätzliches Urlaubsgeld ist da hochwillkommen.
Beschäftigte aus dem Kreis Rendsburg-Eckernförde sollen sich jetzt
schlaumachen, ob sie die Sonderzahlung zur Jahresmitte bekommen. Dazu rät die
Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). „Es gibt zwar keinen
gesetzlichen Anspruch auf das Urlaubsgeld, doch in vielen Branchen – wie der
Ernährungsindustrie oder dem Gastgewerbe – ist die Extra-Zahlung klar
tariflich geregelt“, sagt NGG-Geschäftsführer Philipp Thom. Im Kreis
Rendsburg-Eckernförde arbeiten nach Angaben der Arbeitsagentur aktuell rund
5.600 Menschen im Lebensmittel- und Gastgewerbe.

„Wer Nahrungsmittel herstellt oder Getränke abfüllt, macht nicht nur in
Corona-Zeiten einen systemrelevanten Job. Für viele Beschäftigte in der
Ernährungsindustrie sind Schichtarbeit und Überstunden an der Tagesordnung.
Aber es ist wichtig, auch mal eine Pause zu machen und das Urlaubsgeld zur
Erholung zu nutzen“, betont Thom. Nach NGG-Angaben liegt die Sonderzahlung
in der schleswig-holsteinischen Ernährungswirtschaft meist zwischen 300 und
1000 Euro. Der tarifliche Urlaubsanspruch ist in der Branche mit 30 Tagen
überdurchschnittlich.

Laut einer neuen Untersuchung der Hans-Böckler-Stiftung haben Beschäftigte,
die nach Tarifvertrag arbeiten, beim Urlaubsgeld deutlich bessere Karten. 74
Prozent von ihnen erhalten aktuell die Sonderzahlung. In Betrieben ohne
Tarifbindung sind es lediglich 36 Prozent. Das Urlaubsgeld wird meist mit der
Lohnabrechnung für Mai oder Juni überwiesen. Auch bei der Höhe der
Extra-Zahlung sind Tarif-Beschäftigte meist im Vorteil – genauso wie bei der
Zahl der Urlaubstage.

„Gerade wegen der hohen Inflation ist es wichtig, dass Beschäftigte ein
Extra-Urlaubsgeld erhalten“, betont Thom. Der Chef der NGG-Region
Schleswig-Holstein Nord appelliert besonders an Azubis, Teilzeit- und
Minijobber, einen „Urlaubsgeld-Check“ zu machen. „Wenn den
Vollzeitkräften in der Firma die Sonderzahlung zusteht, dann gilt das auch für
Beschäftigte mit weniger Wochenstunden. Sie bekommen das Urlaubsgeld je nach
Arbeitszeit anteilig gezahlt“, so die NGG. Wer leer ausgehe, solle sich an
die Gewerkschaft oder den Betriebsrat wenden.

Thom macht noch auf einen weiteren Punkt aufmerksam: „Laut
Bundesurlaubsgesetz haben Beschäftigte Anspruch auf zwei Wochen Urlaub am
Stück im Jahr. Diese wichtige Auszeit vom Job sollte sich niemand nehmen lassen
– gerade nach fast zweieinhalb Jahren Pandemie, in denen vielen eine echte
Erholung gefehlt hat.“

 

Redaktion
Author: Redaktion

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